Das erste Mal, als ich eines dieser schrecklichen Bilder toter Kinder aus Gaza gesehen habe – kurz nach dem 07.10.2023 – hat es sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Dieses Bild hat mich tagelang verfolgt. Es war nicht nur Trauer, sondern ein Schock darüber, wie entmenschlichend diese Realität ist – und wie viele sie einfach hinnehmen.
Seitdem ist es nur schlimmer geworden. Unter Netanjahu werden in Gaza ganze Stadtviertel ausgelöscht, Familien vernichtet, Kinder getötet oder für ihr Leben gezeichnet. Im Westjordanland werden palästinensische Gemeinden weiter verdrängt, während Siedlungen wachsen – als gäbe es keine Gesetze, keine Moral. Und jetzt kündigt er offen an, Gaza komplett besetzen zu wollen. Als hätte er nicht schon genug zerstört, als wäre das Leid nicht schon grenzenlos.
Ich bin angewidert – von dieser Politik, die Palästinenser nicht als gleichwertige Menschen anerkennt. Von einer Welt, die wegschaut. Von Regierungen, die einen Völkermord decken. Und von jedem, der dazu schweigt.
Wer still bleibt, macht sich mitschuldig.
Textbeitrag von Mona, 33, Mutter aus Köln
Gelesen von Julia Wadhawan